Rawls 1

GKD12-Blog, Teil 6: John Rawls

„Gerechtigkeitsprinzipien sollten unter dem Schleier des Nichtwissens ausgewählt werden.“

Die These:

In seiner „Theorie der Gerechtigkeit“ bzw. der „Theory of Justice“ konstruierte er einen Urzustand, in welchem eine Gruppe von Menschen einen Staat gründen möchte und sich alle Mitlieder der Gesellschaft jedoch unter dem „Schleier des Nichtwissens“ befinde.

Diesen Personen ist somit nicht deren gesellschaftliche Stellung bewusst und somit entscheiden sich alle für ein Handeln in einer Staatsform, welche das größtmögliche Glück – in der größtmöglichen Zahl herbeiführt.

Hierbei werden von Rawls einschlägige Grundsätze und Pflichten formuliert, welche in den einzelnen Institutionen auch Wohltaten und Entlastungen in der Gemeinschaft dienen.

Rawls formuliert hier vor allem einschlägige Grundsätze und Gerechtigkeitsprinzipien, welche insbesondere der sozialen Gerechtigkeit dienen.

Die von ihm ausgewählten Gerechtigkeitsprinzipien beziehen sich auf eine Grundstruktur der Gesellschaft ab und sind vor allem im sozialen und wirtschaftlich-ökonomischen Verhältnissen begründen.

Als sie vor dieser Gesellschaftsordnung stehen und keinerlei Kenntnisse über ihre spätere gesellschaftliche Stellung aufweisen, befinden Sie sich unter dem „Schleier des Nichtwissens“ („veil of ignorance“).

Rawls geht bei diesen Menschen im „Urzustand“ („Orignial position“) von einer vollkommen Gleichheit aus und somit vertreten auch alle keine gleichen, oder gegeneinander gerichtete Interessen.

Hierbei können ihre Entscheidungen die Gerechtigkeitsprinzipien nicht verfälschen und zudem über einen gerechten Gesellschaftsvertrag entscheiden.

Die „völlige Gleichheit“ erreicht er durch das Auslassen von Faktoren des Menschen nicht für relevant hält:

  • Geistige, physische, soziale Eigenschaften wie Hautfarbe, Rasse, Geschlecht, Religionszugehörigkeit.
  • Stellung innerhalb der Gesellschaft, sozialer Status.
  • materieller Besitz.
  • geistige und physische Fähigkeiten wie Intelligenz, Kraft.
  • besondere psychologische Neigungen wie Risikofreude, Optimismus.
  • Vorstellung vom Guten, Details des eigenen Lebensentwurfs.
  • Einrichtung der Gesellschaft etwas ökonomischer und politischer Art.
  • Niveau der Gesellschaft zum Beispiel hinsichtlich Zivilisationsforschung und Kultur.
  • Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation.

Hieraus folgte die abstrakte Gleichheit und Unparteilichkeit des Menschen.

Es handelt sich um eine normative Gerechtigkeitstheorie einer argumentativ dargelegten Behauptung.

=> Die Gerechtigkeitsprinzipien unter dem Schleier des Nichtwissens nach John Rawls => Schaubild

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